Erkrankungen

Erkrankungen, die der Halsmuskel verursacht !
Es gibt viele Erkrankungen, die aus der Halsregion  zu erklären sind. Sie haben meistens eine muskuläre Ursache, die wiederum zu 99% aus der Fehlbelastung der Muskulatur kommt. Da eine überlastete Muskulatur nicht bildlich dargestellt werden kann, wird die eigentliche Diagnose nicht gefunden.

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Die Nerven dienen der Leitung der Impulse vom oder zum Gehirn. Das Rückenmark ist eingebettet im Wirbelkanal der Wirbelsäule und ist eine Schaltstelle fürfiles/Patienten/Halswirbel Artikel/HWS als Modell.png unsere Reflexe und leitet die Impulse vom Gehirn (efferenten Nerven) oder zum Gehirn (afferenten Nerven) weiter. Das Gehirn ist die zentrale Schaltstelle und ist Sitz des Bewusstseins, des Erinnerungsvermögens und der Gefühle. Es verarbeitet die Impulse von Außen und aus dem Körper, steuert die Bewegung und überwacht die Körperfunktionen.
Tägliche Anspannungen nehmen immer mehr zu.
Dieser Artikel soll vor allem auf die aufsteigenden Nerven aufmerksam machen, die häufig keine Beachtung finden. Untersucht man die Halswirbelmuskulatur, fällt auf, dass sie gerade bei Frauen meistens massiv verspannt ist. Diese Muskeln sind meistens so hart, dass man den Eindruck hat, man würde Knochenstrukturen ertasten. Die Erklärung für diese Verhärtung liegt in der andauernden Anspannung und des Reflexes auf difiles/Patienten/Halswirbel Artikel/Marcel.pnge Hals und Nackenmuskulatur. Beobachtet man wie Kinder Gameboy spielen, sieht man deutlich, wie diese die Muskulatur während des Spielens anspannen. Nicht nur das Spielverhalten der Kinder ist ein anderes geworden. Bauch die Erwachsenen leben unter anderen Bedingungen am Arbeitsplatz. Es wird meistens in dauernder sitzender Position konzentriert auf einen Bildschirm geschaut und ähnliche Arbeitshaltungen nehmen immer mehr zu. So ist bei Frauen, Doppel- und Dreifachbelastungen keine Seltenheit. Die Zunahme des Burn out Syndroms ist eine von vielen möglichen Erkrankungen.
Die Anatomie gibt uns die Erklärung für die vielen Beschwerden in diesem Bereich.
Die Erkrankungen, um nur einige zu nennen wie; Schulterschmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsstörungen, KISS-Syndrom und Tinnitus, Schmerzen am Ellenbogen, Epicondylitis, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Gefühlsstörungen der Hände (Parästhesien) oder Sattelgelenkschmerzen kommen meistens aus einer Halsmuskelverspannung.
Alle diese Erkrankungen werden in der Schulmedizin meistens lokal therapiert. Dass heißt,    man versucht mit Spritzen, Ruhigstellungen in Form von Orthesen, Bandagen, Verbänden oder Gipsanlagen, Medikamenten oder gar Operationen den Schmerzen Herr zu werden, was nur selten gelingt.
Es gibt noch einen wesentlich wichtigeren Grund für unsere Verspannung in der Halswirbelsäule.
Untersucht man den Schmerzpatient, so stellt man fest, dass 99% eine Beinlängendifferenz von bis zu 4 Zentimetern aufweisen. Sie entsteht meistens durch eine Verschiebung des Kreuzdarmbeingelenkes (ISG Iliosakralgelenk). Wenn man im Kreuzdarmbeinbereich vorschoben ist, gleicht man hauptsächlich mit der Halswirbelsäule, die der beweglichsten Teil der Wirbelsäule ist, aus. Es kann aber jedes einzelne Segment der Wirbelsäule die Fehlstellung in Form einer Blockade ausgleichen. Leider sieht man es äußerlich nicht, wenn man im Kreuzdarmbeinbereich verschoben ist. Man merkt es aber auch nicht, wenn die Halsmuskulatur dauernd angespannt ist. Die Natur ist sehr tolerant. Bis sie sich mit Schmerzen meldet, kann eine lange Zeit vergehen.
Legt man den Patienten bequem auf den Rücken und tastet die Halswirbelsäule ab, wird man bei leichtem Druck feststellen, dass die Muskulatur sehr hart ist.
Wie man an der Darstellung erkennen kann, kommen aus den einzelnen Segmenten der Halswirbel die versorgenden Nerven für den Kopf und die Arme. Wenn die Halsmuskulatur   dauern angespannt ist, werden die efferenten Nerven Schmerzen, Schwäche und Taubheitsgefühle der Muskeln beim Patienten verspüren lassen. Bei den afferenten Nerven, die in den Kopf ziehen, wird die verspannte Halsmuskulatur beim Patienten Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Seh- oder Hörstörungen, Schwindel, Tinnitus, Depressionen oder Erschöpfung auslösen. Sie sind dadurch zu erklären, weil die Nerven, die vom Nacken in den Kopf ziehen, durch die harte Muskulatur einen Impuls erhalten. Nerven kann man mit einem elektrischen Kabel vergleichen, das elektrische Signale leitet. Nur sind die Nerven nicht files/Patienten/HKW Anatom.pngisoliert, wie unsere Stromleitungen. Durch den Druck auf den Nerven bekommen die Nerven laufend Impulse. Die Nerven vom Ohr oder vom Gleichgewichtssinn ziehen neben den Nerven, die von der Muskulatur irritiert werden. Die dauernden Signale sind so stark, dass das Signal  auf den Hörnerv überspringt, was somit als ein störendes Brummen oder Pfeifen war genommen wird. Man  erlebt gerade bei Schwindel gute Therapieergebnisse. Auch hier kann man sich vorstellen, dass Nerven des Gleichgewichtsorgans durch angespannte Muskeln der Halswirbelsäule irritiert werden könnten. Ein zwölfjähriges Mädchen litt an Sehstörungen. Sie hatte ein Kiss-Syndrom und einige Blockaden im Halswirbelbereich. Als alle Blockaden gelöst waren, konnte sie fehlerfrei lesen und verwandelte sich zu einer guten Schülerin. Kopfschmerzen und Migräne könnte man durch die dauerhafte Reizüberflutung mehrer efferenter Nervenimpulse erklären. Jedenfalls zeigt gerade dieses Krankheitsbild eine deutliche Abhängigkeit von Schmerzlinderung nach erfolgreicher Lösung der Muskelverhärtung der Halswirbelsäule.
Ähnliche Phänomene kennen wir bei Menschen die unter Stress leiden. Man weiß, dass das Stresszentrum neben dem Magennerv Nervus Vagus liegt. Der Nervus Vagus ist für die Produktion von Salzsäure im Magen zuständig. Durch die Überflutung des Stresszentrums wird gleichzeitig der Vagus beeinflusst und produziert durch den Reiz Magensäure, auch dann wenn der Magen leer ist.
Die Therapie ist zu einfach um wahr zu sein!
Die verspannte Muskulatur kann man osteopathisch oder einfach  mit einer Triggerpointbehandlung lösen. Weil Patienten ungern efiles/Patienten/Sebas Trigger.pngine osteopathische Behandlung, die über eine halbe Stunde gehen würde, entsprechend bfiles/Halsmiuskel/Angelika HWK.pngezahlen möchten, bevorzuge ich die Triggerpointbehandlung, die nur wenige Minuten in Anspruch nimmt und genauso erfolgreich ist. Man sucht  die Halswirbelsäule nach verspannten Muskeln ab. Das geht im oberen Bereich am Besten mit den beiden Mittelfingern, im unteren Bereich arbeite ich mit beiden Daumen. Wenn man Kontakt mit der verspannten Muskulatur aufnimmt, werden durch die Reize über die Haut an die Muskeln weiter gegeben und nach einiger Zeit ist der Muskel entspannt. Es ist aber jedem selber überlassen, wie er die verhärtete Muskulatur wieder weich macht. Man sollte nur wissen, dass man, solange man im hinteren Bereich dfiles/Patienten/Chric HWK.pnger Halswirbelsäule massiert, keinen Schaden anrichten kann.
Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Halspartie entspannt ist und die Beinlängendifferenz ausgeglichen ist. Wir haben Muskelketten und ein Kleinhirn, dass unsere Muskeln beherrscht. Die Augen müssen immer in waagerechter Position stehen und deshalb gilt, wenn man im Halsbereich wieder gerade ist, ist man augenblicklich auch im ISG wieder gerade. Der Patient kann den Kopf und die Schulter freier bewegen und der Schwindel oder der Kopfschmerz sind wie weg geblasen. Aber auch das Kribbeln in der Hand ist weg oder deutlich weniger.
Wenn man will, kann man die Nacken- und Halsmuskulatur mit Medi-Taping ab kleben, um damit eine ganztägige Massage zu erreichen.