Man muss nicht jeden Knieschmerz operieren
Es war mal wieder eine Woche, wie jede Woche und doch war sie anders als andere Wochen.
Eine 67 jährige Patientin kommt zu mir weil sie über Knieschmerzen klagt. Sie ist vor einem halben Jahr am Knie operiert worden. Sie wollte es damals unbedingt operieren lassen, weil ihr der Orthopäde dringend dazu geraten hatte. Ich hatte sie damals auch behandelt, sie war immer wieder schief und nachdem ich sie gerade gemacht hatte und getapet war, waren die Knieschmerzen und auch Rückenschmerzen für mehrere Tage und manchmal auch Wochen weg. Sie hatte wenig Geduld und was zählt schon die Meinung eines Allgemeinarztes, wenn ein Facharzt andere Ansichten hat. Sicher musste sie bei mir die Tapes bezahlen, weil die Krankenkassen sich nicht für diese Therapie interessieren und die Kosten nicht übernehmen wollen. Leider ist das eingetreten, was ich aufgrund meiner Erfahrung prophezeit habe. Eigentlich kam sie in meine Praxis weil der Orthopäde ein Blutbild haben wollte, da er eine Entzündung des Knies ausschließen möchte. Sie hatte wieder Ihre gleichen Schmerzen wie vor der Operation. Ich habe sie untersucht, sie war im Kreuzdarmbein um zwei Zentimeter verschoben. Als die Blockade beseitigt war, hatte sie keine Rückenschmerzen und die Knieschmerzen waren auch weg. Die Hüftschmerzen sollten mit einem künstlichen Hüftgelenk behoben werden. Die Patientin wollte sich aber nicht operieren lassen, weil sie von der Knieoperation keinen Vorteil hatte und in meine Einschätzung nun doch mehr Vertrauen hatte, was man auch verstehen kann.
In dreißig Jahren nicht den wirklichen Grund für die Schmerzen gefunden
Eine Patientin aus Velbert stellte sich das zweite Mal vor, die im Internet von meiner Therapie erfahren hat und auf der Durchreise nach Sylt bei mir vorbei schauen wollte. Sie hatte sich vor dreißig Jahren eine Sprunggelenksfraktur zugezogen und seit dieser Zeit war sie nie schmerzfrei. Nach fünfzehn Jahren hatte ein Arzt festgestellt, dass sie eine Beinlängendifferenz von achtzehn Millimeter hatte. Sie bekam eine Schuherhöhung von fünfzehn Millimetern, was aber die Beschwerden nicht veränderten. Eigentlich kam sie zu mir, weil sie jetzt eine Endoprothese der Hüfte bekommen sollte, da eine Arthrose festgestellt wurde und sie wissen wollte, ob das nötig sei oder nicht. Die Patientin war gut zwei Zentimeter verschoben im ISG. Nachdem ich sie gerade gemacht hatte, hatte sie spontan keine Schmerzen mehr im Sprunggelenk. Ich habe nur ihre jahrelangen Rückenschmerzen und die Hüfte mit Tapes versorgt und sie verließ die Praxis schmerzfrei.
Diesmal berichtete sie, dass sie eine Woche lang total keine Schmerzen mehr hatte. Doch jetzt kämen die Beschwerden im Kreuzbein langsam wieder, aber anders. Die Patientin hatte keine Verschiebung im ISG mehr. Durch die jahrelange Fehlstellung und die Normalisierung ihrer Statik hatten sich andere Beschwerden bemerkbar gemacht. Nach Versorgung des Kreuzbeines war sie beschwerdefrei und zufrieden.
Kribbeln in den Händen lassen sich erfolgreich mit Medi-Taping behandeln
Eine Frau Mitte dreißig kommt wegen Karpaltunnelsyndrom. Sie hatte vor einer Woche einen neurologischen Befund mitgebracht, der die Nervengeschwindigkeit und die dringende Operationswürdigkeit bescheinigte. Sie klagte über Kribbeln, was besonders in den Nächten die Schlaflosigkeit unerträglich erscheinen ließ.
Bei dieser Patientin lang nur eine Atlasblockade vor und somit eine Beinlängendifferenz von über einem Zentimeter, die die Beschwerden verursacht haben. Als sie sich diese Woche erneut vorstellte, war das Kribbeln aus den Händen und Unterarmen verschwunden. Dafür klagte sie über ein mehr an Gefühl in den Unterarmen. Die Nackenmuskulatur war noch stark verspannt und die Blockaden, die ich im Halsbereich schon beim ersten Besuch bearbeitet hatte, waren auch diesmal eine Zuwendung wert.
Patienten kommen nach Jahren mit anderen Problemen
Es war da noch eine sechzigjährige Patientin, die vor 2 Jahren wegen Schulterschmerzen erfolgreich nach drei Behandlungen bei mir schmerzfrei war und heute wegen Knieschmerzen in meine Praxis kam. Damals war sie schief und sie berichtet, dass sie jetzt gleich zu mir gekommen sei, weil sie von der letzten Behandlung so begeistert war. Die Schmerzen am Knie lagen unterhalb des inneren Kniespaltes, was man bei 90% aller Knieschmerzen beobachten kann. Deshalb wird auch so häufig der Innenmeniskus operiert, der aber nur selten der Grund für die Schmerzen ist. Die seit drei Wochen beklagten Knieschmerzen waren sofort etwas besser, als ich die Blockade im Kreuzbein beseitigt hatte. Nach dem Tapen des Knies und des Rückens waren keinerlei Schmerzen mehr zu beklagen.
Fünfmal am Knie operiert und nun sollte sie das sechste Mal operiert werden
Da war noch eine gut aussehende junge Frau, die privat versichert ist und was auch erklärt, dass sie schon fünfmal eine Arthroskopie (Kniespiegelung) wegen Meniskusschaden über sich ergehen lassen musste. Sie sollte nun zum sechsten Mal am Knie operiert werden, aber die Lust war ihr vergangen, weil die Beschwerden nach jeder Operation nur noch schlimmer wurden. Sie beklagte, dass sie ihr rechtes Bein im Sitzen gerade mal 30° strecken konnte. Die Schmerzen aber auch die Kraft waren nicht vorhanden. Ob man mir es glaubt oder nicht. Diese Patientin hatte eine feste Atlasblockade auf der betroffenen Seite. Sie hatte eine Beinlängendifferenz von gut 1,5 cm. Nachdem die Atlasblockade gelöst war, konnte sie das Bein im Sitzen ohne Schwierigkeiten und ohne Schmerzen endgradig strecken. Ihr Kommentar war nur“ das kann nicht sein“. Man spart sich als Therapeut den Kommentar, dass wahrscheinlich eine Operation gar nicht nötig gewesen wäre.
Sieht man sich die Untersuchungstechniken der Innenmeniskenzeichen an, so werden bei jeder Untersuchungstechnik immer auch die Muskeln gedehnt. Wenn man also eine überlastete Muskulatur hat und man untersucht die Meniskenzeichen, wird man immer einen positiven Befund der Menisken feststellen. Sollte ein Kollege diese Zeilen lesen, so bitte ich ihn einmal darüber nach zu denken.