Verlaufsbeobachtung über die Statik des Schmerzpatienten von 2009

Zusammenfassung: An 208 Schmerzpatienten wurden in der Zeit vom 15.12.2008
 bis 6.3.2009 festgestellt, dass 99 % ein statisches Problem hatten. Bei der ersten Untersuchung hatten 3 %  eine reine ISG Blockade, 99% hatten eine ISG Blockierung und eine zusätzliche Blockierung, meistens eine Atlasblockade, häufig mit mehreren anderen Blockierungen in der gesamten Wirbelsäule. Eine statische Schiefstellung bedeutet folglich auch immer eine muskuläre Fehlbelastung. Oft genügte es nur die Blockade erfolgreich zu lösen und der Schmerz im Knie oder in der Schulter war sofort nicht mehr erlebbar. Da eine muskuläre Fehlbelastung in keinem Bild gebenden Verfahren bisher erkannt werden konnte, machte man andere Veränderungen für den Grund der Schmerzen verantwortlich. Dank der Medi-Taping-Methode kann man muskuläre Schmerzen sofort erkennen und erfolgreich behandeln.

Statik wird in der Schulmedizin bisher nicht beachtet

Die Tatsache, dass der Mensch unterschiedliche Beinlängen hat, ist nicht neu. Es gibt viele therapeutische Methoden wie die Osteopathie, die Kraniosakrale oder die Atlastherapie, die auf die Wichtigkeit einer ausgleichenden Statik hinweisen. Leider muss man feststellen, dass die Theorie nicht in die Praxis umgesetzt wird. 
Seit bald acht Jahren beschäftige ich mich mit einer völlig neuen Schmerztherapie, dem Medi-Taping, die hauptsächlich auf die Muskulatur wirkt. Es zeigte sich bei genauer Untersuchung, die diese Schmerztherapie fordert, dass die Patienten vor allem auch ein statisches Problem hatten. Es zeigte sich vor allem, dass die Schmerzen immer wieder von der Statik abhängig waren. War ein Patient schmerzfrei bei der ersten Behandlung durch Medi-Taping, berichtete er, dass dieser Zustand über Tage anhielt, aber in den letzten Tagen die Schmerzen wieder zunahmen, so zeigte sich auch jedes Mal, dass der Patient wieder ein statisches Problem hatte.
Um dieser Sache nach zu gehen wurde über einen Zeitraum vom 15.12. bis 6.3.2009 bei jedem Schmerzpatienten der in die Praxis kam grundsätzlich als erstes auf die Statik geachtet.

Studiendurchführung

Dabei wurde jeder Patient flach auf den Rücken gelegt und es wurde auf beide Unterschenkel auf gleicher Höhe ein deutlich sichtbarer Strich  gezeichnet. Bei 99% aller Patienten konnte man beobachten, dass sich die Striche in sitzender Position um drei bis vierzig Millimeter verschoben haben. Es zeigte sich, dass der Schmerzpatient meistens eine Verschiebung im Iliosakralgelenk (Kreuzdarmbeingelenk) und eine Hüftbeinverschiebung hatte. Bis auf eine Patientin  zeigte sich immer auch eine gleichzeitige Vergesellschaftung einer muskulären Atlasblockade oder andere muskulärer Blockaden der Hals- Brust- oder Lendenwirbelbereiche. 
Nachdem die Blockaden gelöst wurden, kam es bei 78% zu einer sofortigen spürbaren Schmerzlinderung, die meist spontan geäußert wurde. Die überwiegenden Schmerzen waren chronisch. So hatten die meisten Patienten über zehn bis über dreißig Jahre durchgehende Schmerz zu beklagen, sodass die spontane Schmerzbefreiung nicht realisiert werden konnte, da das Schmerzgedächnis sich erst umgewöhnen musste. Durch die anschließende Anwendung des Medi-Tapings waren die Schmerzpatienten sofort deutlich schmerzfrei und nach einigen Behandlungen gaben sie keine Schmerzen mehr an.
Patientengut
Bei den Patienten handelte sich sowohl um akute, meistens jedoch um chronische Schmerzpatienten jeden Alters. Hier waren chronische Schmerzen von über dreißig Jahren und mehr keine Seltenheit. Die Patienten hatten mehrere Orthopäden, Neurologen, Schmerztherapeuten Heilpraktiker oder sonstige Therapeuten aufgesucht. Es waren viele Patienten, die mehrfach operiert wurden oder operiert werden sollten. Es fiel auf, dass viele Patienten nicht nur über ein schmerzhaftes Körperteil klagten, so hatten viele Patienten sowohl chronische Schulter- Kreuzbein- und Knieschmerzen. Was wenn man von der Statik ausgeht wiederum plausibel erscheint. Ist der menschliche Körper unten schief, dann ist er auch oben schief. Dann entwickelt sich eine Fehlbelastung nach der anderen.

Gründe für die fehlgeleitete Entwicklung

Man fragt sich warum die Mediziner nicht schon lange auf die beschriebene Tatsache gekommen sind. 
Es gibt hierfür drei wichtige Gründe.

1. Grund: Die Schulmedizin vertritt leider immer noch die Ansicht, dass eine Beinlängendifferenz bis zu zwei Zentimetern zu verwerfen sei. Dies ist absolut falsch.

2. Grund: Die Schulmedizin behauptet, dass sich das Iliosakralgelenk nicht bewegt. Auch dies ist so falsch.

3. Grund: Eine überlastete Muskulatur lässt sich mit keinem Bild gebenden Gerät darstellen. Die Schulmedizin ist der Ansicht, das pathologische Veränderungen der Bild gebenden Untersuchungstechniken der Grund für die Schmerzen sind. Dies ist überwiegend falsch 
Zum ersten Grund gebe es mehrer Quellen von Publikationen zu nennen, selbst wenn man im Allgemeinen nicht viel darüber geschrieben findet. Noch im Dezember 2007 erschien ein Buch unter dem Titel „Das Medizinische Quartett – Unser Rückenbuch“ beim GU Spezial Verlag, ISBN 978-3-8338-0743-5 in dem ein Kollege der viel publiziert schreibt ;“Mehr als zwei Drittel der Menschen haben ungleich lange Beine, genauso wie die Nasenhälften ungleich... Das ist normal.“ So wurde und wird es immer noch in den Universitäten gelehrt. Wie die Studie zeigt ist dies absolut falsch. Die Schulmedizin war immer der Ansicht, dass der Mensch die Beinlängendifferenz ausgleicht. Das ist sehr richtig. Man sieht es nicht oder es fällt nicht auf, wenn man ein kürzeres Bein hat. Ist das der Grund? Dann hat man aber nicht weiter gedacht. Jeder der schief ist, bekommt ein muskuläres Problem. Wer es nicht glaubt, sollte einen Schuh ausziehen und er wird beobachten, dass das längere Bein total von der Hüfte bis in die Wade angespannt ist. Eine angespannte Muskulatur wird aber nicht ausreichend versorgt und es ist eine Frage der Zeit, wenn ich den ganzen Tag auch beim Sitzen die Muskulatur falsch belaste, wann die ersten Beschwerden auftreten.
Zum zweiten Grund, auch hier ein wichtiger Irrtum der Schulmedizin ist die Ansicht über das ISG Iliosakralgelenk. Es wird meistens behauptet, dass es nicht beweglich ist. In dem Buch „Praxis der konservativen Orthopädie“ aus dem Springer Verlag schreibt Prof. H.-P. Bischoff  und H. Biskupek „Der Bandapparat stabilisiert das Sakroiliakalgelenk im Beckenring und limitiert die Bewegungen um die horizontale und die vertikale Achse. Beim Gang entstehen sowohl Bewegungen um die transversale als auch um die Längsachse. Es ist also mehr als eine Nick(Nutrations)-Bewegung. In vitro wurden anguläre Bewegungen zwischen Ilium und Sakrum von 0,8-2,4°, in vivo von 1-3° gemessen. Bei der Nutation um die transversale Achse wurden in Höhe S1 zwischen 0,8 und 3,2° gemessen. Die geometrische Drehachse liegt dabei in Höhe S2. Dadurch wird auch erklärt, dass funktionelle Störungen in Höhe S2 immer als ein Instabilitätszeichen zu werten sind. Die für die manuelle Medizin wesentlichen translatorischen Bewegungen sind am größten in Höhe S1, betragen aber auch hier entgegen dem subjektiven Empfinden der meisten Untersuchungen nur ca. 0,5mm.“ 
Dies kann so nicht stimmen, wie in der Studie beobachtet, waren Beinlängendifferenzen  von bis zu vier Zentimetern zu beobachten. Durch einen Fehltritt, alleine die Beine übereinander schlagen oder durch dauernde Fehlbelastung bedingt, verlagert oder verschiebt sich die Gelenkverbindung von Hüfte zum Kreuzbein. Dabei dreht sich meist ein oberer Teil nach hinten-unten  und der untere Teil  mit der Hüftgelenkspfanne nach vorne-oben und zieht dadurch den Oberschenkel mit sich. Es kommt zu einer scheinbaren Beinlängendifferenz, die auch als funktionelle Beinlängendifferenz bezeichnet wird. Der Mensch belastet seine Muskulatur nicht nur im Stehen falsch, sondern ist auch durch seine unsymmetrische Lage im Sitzen in einer dauernden Fehlbelastung. Durch eine Beinlängenvergleichsmessung kann man feststellen, ob eine Hüftverdrehung oder auch Hüftblockade vorliegt. 
Interessant bei dieser Studie war auch, dass viele Patienten meinten eine anatomische Beinlängendifferenz durch einen Motorradunfall mit Oberschenkelfraktur zu haben. Sie waren mit Absatzerhöhungen versorgt und hatten doch zwei gleich lange Beine. Eine 13 jährige Patientin mit einer Schuherhöhung um einen Zentimeter kam wegen chronischer Knieschmerzen und Rückenschmerzen und erzählte, dass sie wegen einer angeborenen Missbildung ein zu kurzes Bein mit nur drei Zehen habe und als Kleinkind einen Fixateur externa lange Zeit tragen musste. Der Arzt habe festgestellt, dass ihr krankes Bein ein Zentimeter zu kurz sei und verordnete eine Schuherhöhung. Aber dieses Mädchen hatte zwei gleich lange Beine und hatte nur eine ISG Blockade. Nachdem die Blockade gelöst und das Knie und der Rücken mit einem Tape versorgt war, hatte sie keinerlei Schmerzen mehr. Nach einem Jahr kam sie wegen der gleichen  Knieschmerzen erneut und wieder wurde eine Verschiebung des ISG festgestellt und mit Erfolg diesmal ohne  Tape behandelt, nur durch die Korrektur der Statik.

Eigentlich gibt es noch einen vierten Grund, warum die Schulmedizin nicht auf die Erkenntnisse gestoßen ist, die hier beschrieben werden. Es ist das falsche Erlernen der Messung von Beinlängen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beinlängen zu messen. Die am meisten durchgeführte Methode, die man in der Universität gelehrt bekommt geht auch am schnellsten, deswegen wird sie auch so häufig angewandt, ist aber in ihrer Interpretation falsch. Der Patient wird barfuss hingestellt und der Untersucher legt die Hände auf die Beckenkämme  des Patienten. Sollten die Beckenkämme ungleich hoch erscheinen, werden solange dünne Brettchen unter das zu kurze Bein gelegt, bis eine Gleichstellung der Beckenkämme erreicht ist. Die Studie beweist, dass alle Beinlängendifferenzen rein funktionell waren. Viele Patienten wussten, dass sie seit mehreren Jahren schief seien und waren der Ansicht, dass man daran nichts verändern könne. Es ist nicht bekannt wie viele Menschen mit unterschiedlichen Einlagen oder Absatzerhöhungen versorgt sind. Es wurden bei der Studie jedoch sehr häufig Einlagen entfernt und Absätze zum Wohlgefallen der Damen wieder entfernt. Wirkliche anatomische Beinlängendifferenzen wurden in den letzten sieben Jahren nur vier beobachtet.

Durch die Fehlstatik kann man auch erklären, warum die Schmerzen meistens erst nur einseitig auftreten. Weil man davon ausgehen muss, dass die Patienten mit einseitigem Verschleiß des Knies oder des Hüftkopfes einer Fehlbelastung über Jahre unterworfen waren.  Dreißig Jahre lang hatte eine Frau über Schmerzen im Fuß nach einer Sprunggelenksfraktur geklagt. Sie kam, weil sie in den letzten zehn Jahren über Rückenschmerzen litt und jetzt wegen einer Hüftarthrose operiert werden sollte, was auch deutlich im Röntgenbild zu erkennen war. Sie hatte seit achtzehn Jahren eine Schuherhöhung links, weil man eine Beinlängendifferenz von achtzehn Millimeter festgestellt hatte. Der Grund für ihre Schmerzen war aber nicht die Arthrose, sondern eine Hüftbeinverschiebung von zwei Zentimeter. Nach Ausgleich der Statik und Versorgung mit Medi-Taping war sie sofort beschwerdefrei. Es folgten noch zwei weitere Behandlungen, da eine Blockade des zweiten Halswirbels und beim nächsten Mal eine Blockade des Atlas therapiert werden musste. Nach acht Monaten ist sie immer noch beschwerdefrei und wird es auch bleiben, wenn sie nicht wieder statische Probleme bekommt.
Der dritte Grund ist menschlich gesehen zu verstehen, weil der Mensch nur das glaubt, was er sieht. Vergessen wir nicht, dass Galileo dreihundertsechzig Jahre gebraucht hat bis er 1992 von der Katholischen Kirche rehabilitiert wurde. Unsere Bild gebenden Verfahren haben sich in den letzten Jahren immer noch verbessert, aber eine überlastete Muskulatur können sie immer noch nicht bildlich darstellen. Überlastete Muskulatur lässt sich mit keinem Bild gebenden Verfahren feststellen. Man ist auf seine Sinne und die Kenntnis der funktionellen Anatomie angewiesen.
Durch die jahrelange Fehlbelastung der Muskulatur ist es zu verstehen, dass nicht nur die Muskulatur Veränderungen erfährt. Auch das Gelenk wird vermehrt unter Druck gesetzt und es kommt zu frühzeitigen Verschleißerscheinungen. Die Bandscheibe wird durch den einseitigen Druck durch die Fehlbelastung herausgedrückt. Muskelansätze entzünden sich durch die Fehlbelastung in der Schulter und es kommt zur Bildung von Verknöcherungen aufgrund der chronischen Fehlbelastung. Die Plantarsehne verknöchert ebenso, weil sie durch die dauernde Belastung nicht  mehr ausreichend versorgt wird und es kommt zu Entzündungen. Alle Fersenschmerzen zeigten eine Beinlängendifferenz und waren sofort nach Richten der Statik sofort deutlich schmerzfreier, auch ein Patient der hundertsechzig Kilo wog und schon beidseits Fersenschmerzen hatte. Hier war nicht das Gewicht der Grund sondern die Statik.
Durch unsere Bild gebenden Verfahren werden nicht nur unsinnige hohe Kosten verursacht, es werden die Patienten für ihr Leben lang traumatisiert weil die Beurteilung von einem Facharzt kommt und man es selbst gesehen hat.
Bisher gab es keine Möglichkeit eine muskuläre Erkrankung sofort zu erkennen. Mit der Medi-Taping –Methode ist dies erstmalig sicher möglich.

Wie kann man eine muskuläre Erkankung erkennen?

Dank der Wirkweise des Medi-Taping kann man mit größter Sicherheit heute feststellen, ob es sich bei einem Schmerz um ein muskuläres Problem handelt oder nicht. Schon 1965 wurde von Melzak und Wall die gate-kontroll theory of pain beschrieben. Man kann über die Berührungsnerven, die dicken A-Beta Hautnerven, die Schmerznerven der Muskulatur, die dünnen C Schmerzfasern hemmen. Mittels eines elastischen Tapes, das auf die Haut aufgebracht wird kann man sofort erkennen ob es sich um einen muskulären Schmerz handelt oder nicht. Vertiefende Literatur finden sie in der Literaturliste. Bei allen Beschwerden handelte es sich aufgrund der 99% Fehlhaltung auch folglich immer um ein muskuläres Problem. 
Viele Patienten hatten einen über Jahre und Jahrzehnte dauernden Leidensweg hinter sich. Sie hatten mehrere Orthopäden, Neurologen, Heilpraktiker ohne Erfolg aufgesucht. Wurde mehrmals mit einer PRT (Periradikulräen Therapie Behandlung der Nervenwurzeln) behandelt, mussten mehrer CT und MRT- Untersuchungen über sich ergehen lassen. Nahmen über Jahre verschiedene Schmerzmittel, Psychopharmaka und Morphinpflaster. Waren früh berentet oder hatten lange Ausfallszeiten.
Um nur einige Schicksale zu erwähnen, weil es den Rahmen sprengen würde, so war ein Patient, der ein Dickdarmkarzinom hatte, an massive Rücken und Hüftschmerzen erkrankt und alle meinten, dass es durch die Metastasen kommen könnte. Er hatte ein statisches Problem und war schon nach der ersten Behandlung total schmerzfrei.
Eine 85 jährige Frau sollte an einer Thrombose erkrankt sein, eine andere sollte aufgrund einer Borullioseinfektion Schmerzen in der Schulter und im Knie haben, zehn Jahre lang wurden beidseitige Kalkschultern für die Schmerzen verantwortlich gemacht, mehrere geplante Schulter-, Knie- oder Hüftoperationen konnten vermieden werden. Bei einer 58 jährigen Patientin, kam es bei einem Krankenaufenthaltes zu einer Medikamentenintoxikation, sie hatte verschiedene Operationen hinter sich und war nie schmerzfrei gewesen. Nachdem die Statik gerichtet war, konnte das Morphin abgesetzt werden, was erst einmal zu Entzugsbeschwerden führte. Nach langem Leidensweg ist die Patienten endlich ohne Schmerzen.

Fazit

Diese Studie ist deswegen so wichtig, weil sie die Qualität unseres medizinischen Handels deutlich verbessert. Die Zahl der Fehldiagnosen wird sich zum Wohle der Patienten verringern. 
Es wird nach der heutigen Erkenntnis jeder Therapeut vor einer Injektion, Verabreichung von Tabletten oder einer geplanten Operation sich vergewissern, ob die Schmerzen muskuläre bedingt sind. Die statische Untersuchung ist ganz einfach und nach wenigen Minuten durchgeführt. Anschließend sollte der Patient getapet werden nach der Medi-Taping-Methode. Sollte danach der Patient nicht mindesten 60% weniger Schmerzen erleben, ist eine Injektion, eine Tablettenverschreibung oder gar  Operationsindikation  bewiesen und man wird kaum eine andere Möglichkeit haben. 

P.S 
Man fragt sich, was ist mit dem einen Prozent derer, die bei der ersten Untersuchung nicht schief waren. Auch die hatten Blockierungen, die sich gegensätzlich aufgehoben haben. Bei der genauen Untersuchung viel auf, dass auf der rechten Seite eine Atlasblockierung war, auf der linken Seite eine Halswirbelblockierung auf der Höhe zweiter und dritter Halswirbel. Um dem Patienten zu zeigen, dass er ein statisches Problem hat, wurde erst die eine Seite therapiert, dann wurde der Patient hingesetzt und er sah, dass das linke Bein ein Zentimeter länger war. Darauf wurde die linke Halsseite therapiert und anschließend war die Beinlänge wieder gleich. 

P.S 
Es gibt noch einen Grund warum selbst nach acht Jahren diese Erfolgsmethode nicht die Anerkennung hat, die sie eigentlich haben könnte. Es liegt an unserem System und an den Krankenkassen.  2007 wurden 700 000 Bandscheibenoperationen durchgeführt. Es ist nicht eine Studie angefertigt worden, ob diese Operationen in der Menge sinnvoll waren. Viele Ärzte stehen den Bandscheibenoperationen seit Jahren kritisch gegenüber, weil man sich hier auf Bild gebende Aussagen verlässt, obwohl in anderen Ländern längst bekannt ist, dass die meisten Bandscheibenvorfälle nicht der Grund für die Schmerzen sind. Den Krankenkassen, die keinerlei Verantwortung für die Ausgaben tragen interessiert es nicht, ob diese Operationen sein müssen und ob es bessere alternative Methoden gibt. (Man fragt sich schon lange, warum es überhaupt noch Krankenkassen geben muss.)

Literaturangabe
Medi-Taping im Sport
 Dr. Dieter Sielmann, Haug-Verlag

ISBN Nr. 978-3-8304-2269-3
Medi-Taping, Schmerzfrei durch den Alltag,
Dr. Dieter Sielmann, H. Christiansen, Haug-Verlag ISBN Nr. 978-3-8304-2291-4
Das Medizinische Quartett – Unser Rückenbuch“ beim GU Spezial Verlag, ISBN 978-3-8338-0743-5
Praxis der konservativen Orthopädie, Hans-Peter Bischoff, Jürgen Heisel, Hermann Locher Springer Verlag
Melzack R, Wall PD. Pain mechanisms: a new theory. Science. 1965 Nov 19;150(699):971-9